Illustriertes Jahresrad mit Kerzen, Ähren, Schneeglöckchen und Blüten der vier Jahreszeiten

Das keltische Jahresrad: acht Feste im Jahreskreis

Das Jahr in acht Teile zu gliedern statt in zwölf Monate verändert etwas. Monate sind eine Verwaltungseinheit. Die acht Feste des Jahresrads folgen dem, was die Erde tatsächlich tut: Licht nimmt zu, Licht nimmt ab, es wird gesät, es wird geerntet, es wird still.

Was ist das keltische Jahresrad?

Ein Kreis aus acht Festen, die die Wendepunkte des Jahres markieren. Vier davon sind astronomisch bestimmt – die beiden Sonnenwenden und die beiden Tagundnachtgleichen. Die anderen vier liegen jeweils dazwischen und gehören dem bäuerlichen Jahr: Säen, Blühen, Ernten, Einkehren.

Vielleicht spürst Du den Wunsch, wieder mehr mit den Zyklen der Natur zu leben. Das Jahresrad ist dafür ein einfaches Gerüst. Man muss nichts glauben, um es zu nutzen. Es reicht, achtmal im Jahr kurz innezuhalten.

Wie hängen keltische und christliche Feste zusammen?

Enger, als die meisten denken. Viele christliche Feste haben sich aus vorchristlichen Traditionen entwickelt oder wurden bewusst in ihre Nähe gelegt. Wer beides nebeneinanderlegt, sieht ein einziges Muster in zwei Sprachen.

Fest Datum Thema Christliche Entsprechung
Samhain 31. Oktober Rückblick, Loslassen, Ahnen Allerheiligen und Allerseelen
Yule 21. Dezember Wiederkehr des Lichts Weihnachten
Imbolc 1./2. Februar Reinigung, Neubeginn Mariä Lichtmess
Ostara 21. März Gleichgewicht, Wachstum Ostern
Beltane 30. April / 1. Mai Lebensfreude, Fruchtbarkeit Walpurgisnacht, Maifeiertag
Litha 21. Juni Fülle, Dankbarkeit Johannistag, 24. Juni
Lughnasadh 1. August Erste Ernte Mariä Himmelfahrt, 15. August
Mabon 21./22. September Balance, Erntedank Erntedankfest

Die acht Feste und ihre Kerzen

Zu jedem der acht Feste gibt es eine Allgäuer Heilkräuterkerze. Sie enthält echte Kräuter und wirkt beim Abbrennen wie eine sanfte Räucherung – ohne Rauch, ohne Kohle, ohne Aufwand.

Allgäuer Heilkräuterkerzen des Jahresrads nebeneinander – Samhain, Wintersonnenwende, Geist der Weihnacht, Raunächte, Imbolc, Frühlings-Tag- und Nachtgleiche, Beltaine
Acht Feste, acht Farben – das Jahresrad der Allgäu Kräuterwerkstatt.

Samhain, 31. Oktober: das Tor zur Anderswelt

Samhain markiert den Beginn des keltischen Neujahrs und ist eine Zeit der Einkehr. Es heißt, die Seelen der Verstorbenen seien an diesem Tag besonders nah. Ein guter Moment, um Altes loszulassen und Platz für Kommendes zu schaffen. Die Samhain-Kerze begleitet den Rückblick.

Yule, 21. Dezember: die Wiederkehr des Lichts

Der kürzeste Tag und die längste Nacht. Genau in dieser Dunkelheit keimt das Licht, denn von nun an werden die Tage wieder länger. Die Kerze Wintersonnenwende schafft dafür eine warme, geborgene Atmosphäre.

Imbolc, 1./2. Februar: das Erwachen des Lebens

Noch liegt Schnee, aber tief darunter regt sich etwas. Imbolc ehrt die Göttin Brigid und steht für Reinigung und Erneuerung. Die Imbolc-Kerze hilft, alte Energien zu klären.

Ostara, 21. März: Gleichgewicht und Neubeginn

Tag und Nacht sind gleich lang. Die Natur erwacht, und es ist Zeit, Vorhaben zu beginnen. Die Kerze Frühlings-Tag- und Nachtgleiche steht für diese Balance zwischen Dunkelheit und Licht.

Beltane, 1. Mai: das Fest der Lebensfreude

Die Natur steht in voller Blüte. Gefeiert wird die Vereinigung von Himmel und Erde. Die Beltaine-Kerze holt diese sinnliche Energie mit ihrem würzig-erdigen Duft ins Haus.

Litha, 21. Juni: der Höhepunkt der Sonne

Die längsten Tage, die kürzesten Nächte, die Fülle der Natur überall spürbar. Ein Fest der Dankbarkeit. Die Kerze Sommer-Sonnenwende trägt diese Energie.

Lughnasadh, 1. August: das Fest der ersten Ernte

Zeit, die Früchte der eigenen Arbeit einzuholen und zu feiern. Man blickt auf das zurück, was gesät wurde. Die Lugnasad-Kerze stärkt die Verbindung zur Erde.

Mabon, 21./22. September: Zeit der Reflexion

Die zweite Ernte, der Übergang vom Sommer zum Herbst. Tag und Nacht sind wieder im Gleichgewicht, bevor der Winter beginnt. Die Kerze Herbst-Tag- und Nachtgleiche begleitet diese Zeit.

Wie feiere ich ein Jahreskreisfest zu Hause?

Schlichter, als das Wort „Fest“ vermuten lässt. Eine Kerze anzünden, sich hinsetzen, dem Fest seine Frage stellen: Was darf gehen? Was darf kommen? Wofür bin ich dankbar? Zwanzig Minuten genügen.

Wer möchte, ergänzt eine Jahreskreis-Räucherung – es gibt sie für jedes der acht Feste einzeln. Und wer die Kerze verschenken möchte, findet dort auch die passende Geschenkbox.

Wichtiger als die genaue Terminierung ist die Wiederholung. Ein Fest, das man dreimal gefeiert hat, trägt beim vierten Mal schon von selbst.

Häufige Fragen

Wie viele Jahreskreisfeste gibt es?

Acht. Vier astronomische – die zwei Sonnenwenden und die zwei Tagundnachtgleichen – und vier dazwischenliegende bäuerliche Feste: Imbolc, Beltane, Lughnasadh und Samhain.

Wann beginnt das keltische Jahr?

An Samhain, dem 31. Oktober. Nicht im Frühling, sondern im Dunkeln – nach der Vorstellung, dass alles Neue zuerst im Verborgenen wächst.

Widerspricht das Jahresrad dem christlichen Glauben?

Aus meiner Sicht nicht. Die Kirche hat viele dieser Termine übernommen, weil die Menschen sie ohnehin feierten, und ihnen eine neue Bedeutung gegeben. Lichtmess, Johannisfeuer, Erntedank – das sind gewachsene Brücken, keine Gegensätze.

Was macht eine Heilkräuterkerze anders als eine Duftkerze?

In ihr stecken echte Kräuter, kein Parfumöl. Beim Abbrennen wirkt sie deshalb wie eine sanfte Räucherung – für alle, die den Rauch offener Räucherware nicht mögen oder in einer Mietwohnung leben.

Alle Kerzen und Räucherungen des Jahresrads findest Du hier: Jahresrad Allgäuer Heilkräuterkerzen.


Von Herz zu Herz,
Nicole Diana

Nicole Diana Engelhardt ist Heilpraktikerin und Seminarleiterin für Persönlichkeitsentwicklung, Astrologie und energetische Heilkunst. Sie führt eine Naturheilpraxis in Monatshausen bei Tutzing.

Besuche mich auch auf www.insi.life und www.engelhardt.eu