Chakra Schätze: Sahasrara Sojawachskerze, Kupferflasche mit den sieben Chakra-Symbolen, Lotus-Teelichthalter aus Capiz-Muschel, Chakra-Armband, Selenit-Ladestab und Sonnenfänger

Chakren: die sieben Tore und wie man mit ihnen arbeitet

Es gibt einen Satz, den ich in meiner Praxis öfter höre als jeden anderen: „Irgendwas stimmt nicht, aber ich kann nicht sagen was.“ Und fast immer geht es dabei nicht um den ganzen Menschen. Es geht um eine Stelle. Um einen Ort, an dem etwas stockt.

Die alten Systeme haben Namen dafür. Das indische nennt sie Chakren, Räder. Ich arbeite seit vielen Jahren damit, und was mich daran hält, ist nicht die Exotik. Es ist die Genauigkeit. Wer weiß, wo etwas fehlt, weiß auch, womit er anfängt und das ist für einen Menschen, der sich diffus schlecht fühlt, oft schon die halbe Erleichterung.

Was ist ein Chakra?

Ein Wirbel. Das Wort cakra heißt im Sanskrit schlicht „Rad“ oder „Kreis“. Gemeint ist eine Stelle, an der Energie sich dreht – ein Ort, an dem etwas hereinkommt, verarbeitet wird und wieder hinausgeht.

Die Vorstellung ist alt. In den Upanishaden, etwa achthundert Jahre vor unserer Zeitrechnung, wird von Zentren entlang der Wirbelsäule gesprochen. Später beschreibt der tantrische Yoga sie als Lotusblüten mit einer je eigenen Zahl von Blütenblättern, einer eigenen Farbe, einem eigenen Laut.

Was mich daran bis heute berührt: Diese Ordnung ist nicht die einzige ihrer Art. Das alte Ägypten kannte die sieben Ba-Seelen und die Vorstellung aufsteigender Bewusstseinsstufen. Die griechische Antike ordnete den sieben Planeten sieben Sphären zu, jede mit einem eigenen Ton – Pythagoras nannte es die Sphärenharmonie. Und Hildegard von Bingen beschreibt in ihren Visionen konzentrische Lichtkreise, jeder mit eigener Farbe und eigener Aufgabe.

Vier Kulturen, die einander kaum kannten, kommen zur selben Zahl und zum selben Bild: eine Ordnung, die von unten nach oben steigt, von dicht nach fein, von Körper zu Bewusstsein. Wenn Menschen an so weit auseinanderliegenden Orten dasselbe sehen, dann haben sie vermutlich etwas gesehen.

Warum ausgerechnet sieben?

Weil sieben die Zahl ist, bei der Ordnung entsteht, ohne starr zu werden. Sieben Töne in der Tonleiter, sieben Farben im Regenbogen, sieben Tage in der Woche. Der achte Ton ist die Oktave – derselbe Klang, eine Ebene höher. Das ist kein Zufall, sondern eine Struktur, die sich in Schwingungssystemen immer wieder zeigt.

Und es gibt eine körperliche Entsprechung, die mich als Heilpraktikerin besonders interessiert: Die Lage der sieben Zentren folgt ziemlich genau der Lage der großen Nervengeflechte und der endokrinen Drüsen. Das ist keine Deckungsgleichheit, und ich möchte hier nichts behaupten, was die Physiologie nicht hergibt. Aber die Korrespondenz ist da, und sie ist bemerkenswert.

Chakra Farbe Ton Drüse Thema
1 Muladhara
Wurzel
Rot C · LAM Nebennieren Da sein dürfen, Sicherheit
2 Svadhisthana
Sakral
Orange D · VAM Keimdrüsen Lust, Fluss, Schöpferkraft
3 Manipura
Solarplexus
Gelb E · RAM Bauchspeicheldrüse Wille, Grenze, Verdauen
4 Anahata
Herz
Grün und Rosa F · YAM Thymus Verbindung, Mitgefühl
5 Vishuddha
Hals
Hellblau G · HAM Schilddrüse Wahrheit, Ausdruck
6 Ajna
Stirn
Indigo A · OM Hypophyse Schauen, Erkennen
7 Sahasrara
Krone
Violett und Weiß H · Stille Zirbeldrüse Anbindung, Durchlässigkeit
Die Zuordnung von Drüsen ist eine Korrespondenz aus der Tradition, kein physiologischer Befund.

Warum Farbe und Klang dasselbe sagen

Hier wird es für mich richtig interessant, und dieser Gedanke hat meine ganze Arbeit verändert.

Licht ist Schwingung. Rot liegt bei etwa 430 Billionen Schwingungen pro Sekunde, Violett bei etwa 750 Billionen. Zwischen dem einen und dem anderen Ende des sichtbaren Spektrums liegt fast genau eine Verdopplung - in der Musik heißt das Oktave.

Der Regenbogen ist also, physikalisch gesprochen, eine Tonleiter. Nur eben rund vierzig Oktaven höher als das, was unser Ohr erreicht. Wenn man den Grundton C immer weiter verdoppelt, landet man irgendwann im Bereich des sichtbaren Rot. Das ist keine Metapher, das ist Rechnung.

Sieben Chakra-Kugeln in den Farben Rot bis Violett in einer Reihe, mit Lotusblüte, Bergkristall und Kerzenlicht
Von Rot bis Violett – eine Tonleiter, nur vierzig Oktaven zu hoch für unser Ohr.

Deshalb funktioniert die Arbeit mit Farbe und die Arbeit mit Klang so ähnlich: Es ist dieselbe Sprache, in zwei Lautstärken gesprochen. Wer ein Chakra mit einer roten Kerze anspricht, tut im Prinzip dasselbe wie jemand, der ein C anschlägt. Der Körper versteht beides, weil er selbst schwingt.

Und der Duft? Der geht einen dritten Weg - nicht über Frequenz, sondern über den einzigen Sinn, der nicht über den Thalamus umgeleitet wird, sondern direkt ins limbische System läuft, dorthin, wo Erinnerung und Gefühl zusammenliegen. Deshalb wirkt ein Duft, bevor man ihn benannt hat.

Farbe spricht das Auge an, Klang den Körper, Duft das Gedächtnis. Drei Türen in denselben Raum. Wenn ich in Seminaren mit allen dreien gleichzeitig arbeite, geschieht etwas, das keine der drei allein auslöst – und ich erlebe das inzwischen so oft, dass ich es nicht mehr für Zufall halte.

Woran merke ich, dass etwas nicht fließt?

Nicht an einer Diagnose, sondern an einem Muster, das sich wiederholt. Das hier sind die Sätze, die ich in der Praxis tatsächlich höre:

  • Wurzel: Der Boden fehlt. Ständige Alarmbereitschaft, ohne dass etwas Konkretes passiert. Der Schlaf wird flach.
  • Sakral: Nichts macht mehr richtig Freude. Weder Lust noch Kreativität kommen von allein.
  • Solarplexus: Man sagt Ja und meint Nein. Nach Gesprächen bleibt ein Druck in der Magengegend.
  • Herz: Man funktioniert, aber es berührt nichts. Oder umgekehrt: Alles berührt zu viel, ohne Grenze.
  • Hals: Die Sätze bleiben stecken. Man weiß genau, was zu sagen wäre, und sagt es nicht.
  • Stirn: Man grübelt, statt zu schauen. Viele Gedanken, kein Bild.
  • Krone: Alles ist funktional und nichts bedeutet etwas. Sinnleere ohne äußeren Anlass.

Wichtig ist mir dabei die Ehrlichkeit: Das sind Hinweise, keine Befunde. Wer anhaltend erschöpft ist, Schlafprobleme oder Beschwerden hat, gehört ärztlich abgeklärt. Energetische Arbeit steht daneben, nicht davor. Das eine ersetzt das andere nicht, und ich würde niemandem raten, das zu verwechseln.

Was heißt hier eigentlich „heilen“?

Nicht reparieren. Ein Chakra ist nichts, was kaputtgeht und dann ausgetauscht wird. Das lateinische salus und das deutsche „heil“ meinen ursprünglich dasselbe: ganz, unversehrt, vollständig. Heilen heißt in diesem Sinn: etwas wieder zum Ganzen dazunehmen, das ausgeschlossen war.

Und fast immer ist das, was stockt, nicht zu wenig Energie, sondern zu viel Halten. Ein Halschakra, das nichts durchlässt, ist nicht schwach, es hält mit großer Kraft etwas zurück, und es hatte einmal einen sehr guten Grund dafür. Meist einen, der jahrzehntealt ist. Die Arbeit besteht selten darin, mehr hineinzugeben. Meist besteht sie darin, diesen alten Grund anzusehen, ihm zu danken und ihn dann gehen zu lassen.

Deshalb arbeite ich nicht gegen ein Chakra. Ich arbeite mit ihm.

Wie arbeite ich mit einem Chakra?

Mit einem, nicht mit sieben. Das ist der wichtigste Satz in diesem Beitrag. Wer alle sieben an einem Abend durchgeht, hat sieben Eindrücke und keine Veränderung.

  1. Wähle das Zentrum, dessen Beschreibung Dich beim Lesen zusammenzucken ließ. Der Körper hat schon geantwortet, bevor der Kopf sortiert.
  2. Hole die Farbe in den Raum. Eine Kerze in der passenden Farbe, ein Tuch, ein Stein. Das Auge braucht etwas, woran es sich festhält.
  3. Gib dem Zentrum einen Klang. Eine Stimmgabel, eine Klangschale oder die eigene Stimme mit dem zugehörigen Laut – LAM, VAM, RAM, YAM, HAM, OM. Summen genügt. Der Ton entsteht im Körper, nicht im Ohr.
  4. Lege die Hand auf. Auf die Stelle, um die es geht. Berührung ist die älteste Form von Aufmerksamkeit, die wir kennen.
  5. Atme dorthin. Elf Atemzüge, langsam, ohne Anstrengung.
  6. Formuliere einen Satz. Nicht „ich will“, sondern eine Feststellung: Ich darf da sein. Ich darf fühlen. Ich darf sprechen.
  7. Bleib vier Wochen dabei. Täglich, zur selben Zeit. Erst durch Wiederholung koppelt das Nervensystem den Reiz an den Zustand.

Und dann schau nach vier Wochen zurück, nicht währenddessen. Was sich hier verändert, zeigt sich im Rückblick. Wer täglich prüft, ob es schon wirkt, unterbricht genau das, was er messen will.

Womit arbeite ich?

Mit dem, was Farbe, Klang und Duft in den Raum bringt. In den Chakra Schätzen habe ich zusammengestellt, was sich in meiner Praxis und in den Seminaren bewährt hat. Wenn Du nicht weißt, wo Du anfangen sollst, sind das hier die drei, die ich am häufigsten weitergebe.

Chakra Votive Duftkerzen im 7er Set in GeschenkboxDie Farbe
Sieben Kerzen im Set
Chakra Stimmgabel Set silberfarbigDer Klang
Chakra-Stimmgabeln
Lotus Teelichthalter in sieben Chakrafarben aus Capiz-MuschelDas Licht
Lotus aus Capiz-Muschel
Farbe, Klang und Licht – die drei Werkzeuge, mit denen ich anfange.

Für die Farbe

Das Chakra Votivkerzen-Set in der Geschenkbox ist der einfachste Einstieg: sieben Farben, sieben Düfte, in einer Schachtel. Wer an einem einzelnen Zentrum arbeitet, nimmt lieber eine große Kerze, die vier Wochen durchhält – etwa die Sojawachskerzen für das Wurzelchakra mit Kiefer und Zedernholz, für das Herzchakra mit Jasmin und Safran, für das Halschakra mit Pfefferminze und Eukalyptus oder für die Krone mit Oud und Amber.

Dazu die Lotus-Teelichthalter aus Capiz-Muschel, durch die das Licht farbig in den Raum flutet. Es gibt sie auch einzeln in jeder Chakrafarbe. Der Lotus ist nicht zufällig gewählt: Er wurzelt im Schlamm und blüht im Licht – das ganze System in einem Bild.

Für den Klang

Die Chakra-Stimmgabeln arbeiten mit den sieben Tönen, die den sieben Zentren zugeordnet sind. Eine Stimmgabel nah am Körper angeschlagen wirkt anders als eine Kerze: unmittelbarer, körperlicher. Ich nutze sie gern zum Abschluss einer Sitzung, wenn sich etwas gelöst hat und der Raum wieder klar werden soll. Weitere Klangschalen und Stimmgabeln stehen im Klangheilung-Zubehör.

Für die Haut und den Duft

Die Chakra-Seifen sind fast unterschätzt: Sie sind das einzige Ritual, das man ohnehin jeden Tag vollzieht. Von Holy Lama gibt es sie im Palmblatt gewickelt, jede einem Zentrum zugeordnet – etwa für das Wurzelchakra, das Herzchakra Anahata oder das Kehlchakra Vishuddha. Von Fiore d'Oriente kommen die kalt gerührten italienischen Seifen, etwa die Muladhara-Seife.

Wer mit Rauch arbeitet, findet in den Räucherstäbchen Chakra Energy eine Mischung, die auf das ganze System zielt.

Zum Tragen und zum Prüfen

Das Armband mit den sieben Chakrasteinen ist die stille Variante für den Alltag – man trägt die Ordnung am Handgelenk, ohne dass jemand danach fragt. Etwas feiner ist die Chakra-Kristallkette ONENESS.

Und für alle, die mit Radiästhesie arbeiten: der Orgon-Chakra-Pendel. Ich nutze ihn nicht zum Fragenstellen, sondern zum Nachspüren, an welcher Stelle etwas hakt, bevor ich mit der Hand hingehe.

Die ganze Auswahl steht in den Chakra Schätzen.

Und wer mit Engelqualitäten arbeitet: Die sieben Erzengel lassen sich denselben sieben Ebenen zuordnen. Auch die Engelslicht-Naturparfums tragen jeweils eine Farbschwingung und ein Zentrum.

Wo lerne ich das richtig?

Was hier steht, ist ein Anfang. Die eigentliche Arbeit beginnt dort, wo jemand mit einem Menschen im Raum sitzt und wahrnimmt, was tatsächlich da ist – und nicht, was im Buch steht. Das ist der Punkt, an dem aus Wissen Können wird, und dorthin führt kein Text.

Genau das unterrichte ich am Institut für NeuroSpirituelle Integration. Im Lehrgang „NSI Practitioner“ geht es darum, geistig-spirituelle Heilweisen so zu lernen, dass man sie professionell und verantwortlich weitergeben kann: mit sauberer Wahrnehmung, klarer Abgrenzung und dem Wissen, wo die eigene Kompetenz endet. Die Ausbildungen und Termine findest Du dort, und auf insi.life lade ich regelmäßig zu Heilmeditationen ein.

Häufige Fragen

Wie viele Chakren gibt es wirklich?

Je nach Tradition unterschiedlich viele. Die klassischen tantrischen Texte nennen sieben Hauptzentren, kennen aber daneben zahlreiche Nebenzentren. Andere Schulen arbeiten mit zwölf oder mehr. Die Sieben hat sich durchgesetzt, weil sie sich gut mit Tonleiter und Farbspektrum deckt.

Kann man ein Chakra öffnen oder schließen?

Diese Bilder führen leicht in die Irre. Ein Zentrum ist keine Tür. Sinnvoller ist die Frage, ob etwas fließt oder gehalten wird – und was der Grund für das Halten war. Dieser Grund ist meist wichtiger als jede Technik.

Welche Farbe gehört zum Herzchakra?

Grün, in manchen Traditionen zusätzlich Rosa. Grün ist die Mitte des sichtbaren Spektrums, der Ort, an dem sich Wärme und Kühle ausgleichen – daher die Zuordnung zur Mitte des Menschen.

Womit fange ich an, wenn ich noch nie mit Chakren gearbeitet habe?

Mit einer Farbe und einem Ton, für ein einziges Zentrum. Ein Kerzenset gibt Dir alle sieben Farben zum Ausprobieren, eine Stimmgabel den passenden Ton. Mehr braucht es für den Anfang nicht.

Braucht man einen Lehrer für Chakrenarbeit?

Für die einfache tägliche Übung nicht. Für die Arbeit mit anderen Menschen unbedingt. Wer bei anderen wahrnehmen will, muss zuerst lernen, das Eigene vom Fremden zu unterscheiden – das lernt man nicht aus Büchern.

Ersetzt Chakrenarbeit eine ärztliche Behandlung?

Nein, und das sollte sie auch nicht. Sie arbeitet auf einer anderen Ebene. Beschwerden gehören abgeklärt. Beides schließt einander nicht aus, aber das eine tritt nicht an die Stelle des anderen.

Welche Töne gehören zu den Chakren?

Verbreitet ist die Zuordnung C, D, E, F, G, A, H von der Wurzel zur Krone, dazu die Keimlaute LAM, VAM, RAM, YAM, HAM, OM. Verschiedene Schulen weichen ab. Entscheidend ist nicht die absolute Frequenz, sondern die Regelmäßigkeit der Übung.

Was hat der Regenbogen mit den Chakren zu tun?

Beide beschreiben eine aufsteigende Ordnung von Schwingung. Von Rot zu Violett verdoppelt sich die Frequenz des Lichts fast genau – das entspricht in der Musik einer Oktave. Farbe und Ton sind dasselbe Phänomen in unterschiedlichen Höhenlagen.


Von Herz zu Herz,
Nicole Diana

Nicole Diana Engelhardt ist Heilpraktikerin und Seminarleiterin für energetische Heilkunst. Am Institut für NeuroSpirituelle Integration (INSI) bildet sie im Lehrgang „NSI Practitioner“ Menschen aus, die geistig-spirituelle Heilweisen professionell weitergeben möchten. Ihre Naturheilpraxis führt sie in Monatshausen bei Tutzing.

Besuche mich auch auf www.insi.life und www.engelhardt.eu