Mondfinsternis: was sie bedeutet und wann die nÀchste kommt
Eine Mondfinsternis ist immer ein Vollmond. Nur einer, der fĂŒr eine Weile verschwindet. Genau dieses Verschwinden macht sie zu einem der Ă€ltesten Bilder fĂŒr Innehalten, das die Menschheit kennt.
Was passiert bei einer Mondfinsternis?
Die Erde schiebt sich zwischen Sonne und Mond und wirft ihren Schatten auf ihn. Weil das Sonnenlicht dabei durch die ErdatmosphĂ€re fĂ€llt und dort gestreut wird, erscheint der Mond bei einer totalen Finsternis nicht schwarz, sondern kupferrot â daher der Name Blutmond.
Drei Formen werden unterschieden: die totale Finsternis, bei der der Mond ganz im Kernschatten steht, die partielle, bei der ihn der Kernschatten nur teilweise erfasst, und die Halbschatten-Finsternis, die man mit bloĂem Auge kaum bemerkt.
Wann ist die nÀchste Mondfinsternis?
Anders als eine Sonnenfinsternis ist eine Mondfinsternis von der ganzen Nachthalbkugel aus zu sehen â man braucht kein Fernglas und keinen bestimmten Ort. Diese Termine sind von Deutschland aus sichtbar:
| Datum | Art |
|---|---|
| 28. August 2026 | partiell |
| 20. Februar 2027 | Halbschatten |
| 12. Januar 2028 | partiell |
| 6. Juli 2028 | partiell |
| 31. Dezember 2028 | total |
| 26. Juni 2029 | total |
| 20. Dezember 2029 | total |
Die nĂ€chste totale Finsternis fĂ€llt also auf den letzten Abend des Jahres 2028. Ein Silvester mit Blutmond â dafĂŒr lohnt es sich, jetzt schon Platz im Kalender zu lassen.
Was bedeutet eine Mondfinsternis astrologisch?
Sie wirkt wie ein Vollmond mit VerstĂ€rker. Der Vollmond bringt ohnehin ans Licht, was gereift ist. Die Finsternis fĂŒgt eine Unterbrechung hinzu: Etwas wird fĂŒr einen Moment unsichtbar, bevor es zurĂŒckkehrt.
In meinen Astrologie-Seminaren beschreibe ich sie gern als kosmischen Spiegel. Sie bringt verborgene Themen an die OberflĂ€che, oft solche, die man lĂ€ngst geregelt glaubte. Finsternisse gelten deshalb traditionell als Wendepunkte, nicht als Anfangspunkte. Man beginnt an ihnen selten etwas Neues â man erkennt, was zu Ende gehen darf.
Die Gesundheitsachse Jungfrau und Fische
Finsternisse fallen immer paarweise auf eine Achse zwischen zwei gegenĂŒberliegenden Zeichen. Eine dieser Achsen ist in der Astrologie besonders körpernah: Jungfrau und Fische, die sogenannte Gesundheitsachse.
Sie zeigt den Kontrast zwischen zwei Prinzipien. Die Jungfrau steht fĂŒr Struktur, Ordnung und analytisches Denken, fĂŒr bewusste Körperpflege, ErnĂ€hrung und die Kraft der HeilkrĂ€uter. Die Fische stehen fĂŒr Hingabe, Intuition und das Einssein mit dem groĂen Ganzen â dafĂŒr, Kontrolle loszulassen und der inneren Stimme zu folgen.
WĂ€hrend die Jungfrau nach Kontrolle und Perfektion strebt, erinnern die Fische daran, dass nicht alles greifbar sein muss. Wo klammern wir uns zu sehr an Strukturen? Wo lassen wir uns treiben? Eine Finsternis auf dieser Achse stellt genau diese Frage.
Der Vollmond am 28. August 2026 steht in den Fischen, die Sonne in der Jungfrau â also wieder auf ebendieser Achse.
Wie nutze ich die ZeitqualitÀt?
Auf beiden Ebenen, so wie die Achse es vorgibt.
Körperlich â die Jungfrau-Seite: Fasten, Bitterstoffe, eine bewusst leichtere Woche. Kein Programm, sondern eine Pause vom Zuviel.
Seelisch â die Fische-Seite: Stille, Meditation, RĂ€uchern, eine Kerze am Abend. Zeit, in der nichts erledigt werden muss.
Und dazwischen: AufrĂ€umen. SchrĂ€nke, Ablagen, offene Vorhaben. Es klingt banal, aber Ă€uĂere Ordnung an einer Finsternis wirkt erstaunlich oft nach innen.
Begleiter aus dem LĂ€dchen
Wer den Abend bewusst begehen möchte, findet in der Vollmond Zeremonie Duftkerze den passenden Anker â oder in der MOON Kerze, die fĂŒr Neumond und Vollmond gleichermaĂen gedacht ist. Alles rund um den Mondrhythmus habe ich in der Kollektion Mondmagie gesammelt.
FĂŒr die körperliche Seite: Bitterkraut-Essenz alkoholfrei oder Bitterfein KrĂ€uterbitter-Tropfen. FĂŒr die energetische: das AllgĂ€uer RĂ€ucherwerk.
HĂ€ufige Fragen
Warum ist der Mond bei einer Finsternis rot?
Weil das Sonnenlicht durch die ErdatmosphĂ€re gebrochen wird. Blaues Licht wird herausgestreut, rotes dringt durch und fĂ€llt auf den Mond â dasselbe PhĂ€nomen, das den Sonnenuntergang rot macht.
Wie oft gibt es eine Mondfinsternis?
Zwei bis fĂŒnf Finsternisse pro Jahr weltweit, davon aber nur ein Teil von Mitteleuropa aus sichtbar. Totale Mondfinsternisse sind hier seltener â die nĂ€chste am 31. Dezember 2028.
Sollte man an einer Finsternis Rituale machen?
Die Meinungen gehen auseinander. Viele Traditionen raten davon ab, an einer Finsternis etwas Neues zu beginnen, und empfehlen stattdessen Stille. Mein eigener Umgang: nichts starten, viel weglassen, frĂŒh schlafen gehen.
Braucht man ein Fernglas?
Nein. Eine Mondfinsternis sieht man mit bloĂem Auge, von ĂŒberall, wo der Mond ĂŒber dem Horizont steht. Anders als bei der Sonnenfinsternis braucht es auch keinen Augenschutz.
Von Herz zu Herz,
Nicole Diana
Nicole Diana Engelhardt ist Heilpraktikerin und Seminarleiterin fĂŒr Astrologie und energetische Heilkunst. Am Institut fĂŒr NeuroSpirituelle Integration (INSI) gibt sie ihr Wissen in LehrgĂ€ngen weiter. Ihre Naturheilpraxis fĂŒhrt sie in Monatshausen bei Tutzing.
Besuche mich auch auf www.insi.life und www.engelhardt.eu